Eine Kreditkarte gewhrt dem Karteninhaber einen Kredit f¸r den Kauf von Waren und Dienstleistungen.  
Einmal im Monat erhält der Karteninhaber eine Rechnung über sämtliche bis dahin erworbenen Waren und Dienstleistungen. Diese ist entweder sofort zahlbar oder kann in Raten abgezahlt werden. Sie wurde 1950 durch den Amerikaner Frank McNamara erfunden, als er beim Mittagessen seinen Geldbeutel vergaß, und daraufhin die Kreditkartenfirma Diner's gründete.
Es gibt auch eine spezielle Form der Kreditkarte, bei der eine sofortige Belastung des Kreditkarteninhabers (i. d. R. über das Girokonto des Kreditkarteninhabers) erfolgt. Diese Art der Kreditkarte trägt den Namen Kreditkarte zu Unrecht, weil im Grunde kein Kredit gewährt wird. Die in Deutschland weit verbreitete ec-Karte ist damit keine Kreditkarte, sondern eine Debitkarte.
Die Kreditkarte ist eine aus Plastik (i. d. R. PVC) hergestellte Karte im Format einer Scheckkarte.
Mit den Transaktionskosten werden die Verkäufer in Form einer Provision belastet. Die Höhe des Provisionssatzes ist unterschiedlich je nach Branche und Transaktionsvolumen des Verkäufers (Vertragspartners). Einzelne Vertragspartner mit sehr hohem Transaktionsvolumen erhalten gelegentlich auch Sonderkonditionen. Als Gegenleistung gewährt das ausgebende Kreditinstitut dem Verkäufer bei Einhaltung aller Verfahrensanweisungen eine Zahlungshaftung, auch Delkredere genannt.
Darüber hinaus zahlen die Karteninhaber i. d. R. eine Jahresgebühr. Jedoch gibt es auch eine Reihe von Instituten, die Kreditkarten ohne Jahresgebühr als besonderen Service für ihre Kunden herausgeben.
Kreditkarten werden entweder von einer Bank oder einem Kreditkarteninstitut an den Karteninhaber ausgegeben. Voraussetzung zum Erhalt einer Kreditkarte ist eine ausreichende Bonität, die häufig in Form regelmäßiger Zahlungseingänge nachgewiesen werden muss.
Es gibt Kreditkarten mit und ohne PIN. Mit Kreditkarten mit PIN kann man nicht nur Waren und Dienstleistungen bezahlen, sondern auch Bargeld an Geldautomaten abheben.
In der Branche existieren verschiedene Dachmarkengesellschaften:
- American Express
- Diners Club
- JCB
- MasterCard (früher in Europa unter dem Namen Eurocard)
- Visa
Die Dachmarkengesellschaften MasterCard und Visa sind nach einem Vereinsprinzip aufgebaut. Banken, die Kreditkarten ausgeben, sind Mitglieder. In verschiedenen nationalen, regionalen (Europa, Amerika usw.) und globalen Gremien finden dann Abstimmungen über gemeinsame Standards (bezüglich Technik, Branding usw.) statt.
Bei Einsatz der Kreditkarte unter Vorlage der Karte durch den Karteninhaber werden die Kartendaten (Kartennummer, Verfallsdatum und eine Prüfziffer, der sog. CVC/CVV 1) von einem Magnetstreifen auf der Rückseite der Karte abgelesen. Daneben sind diese Daten auch erhaben auf die Karte geprägt (sog. Hochprägung), so dass man diese auch ohne Lesegerät erfassen kann (sog. Ritsch-Ratsch-Geräte). Alternativ kann der Karteninhaber auch seine Kartendaten im Internet eingeben oder per Telefon / Fax / Brief übermitteln. Alle Zahlungen ohne Vorlage der physischen Karte werden im Kreditkartengeschäft als "MOTO"-Transaktionen bezeichnet ("MOTO" steht für MailOrder/TelephoneOrder).
Als Sicherheitsmerkmal zur Benutzung der Kreditkarte im Internet haben American Express, MasterCard und Visa die so genannte Kartenprüfnummer (CVV2 oder CVC2) eingeführt. Diese Nummer ist dreistellig (MasterCard und Visa) bzw. vierstellig (American Express) und auf der Kreditkarte aufgedruckt, aber nicht geprägt oder auf dem Magnetstreifen geschrieben. Anhand der Kartenprüfnummer lässt sich durch den Herausgeber feststellen, ob die Kreditkartennummer z.B. von einem Programm zu Betrugszwecken errechnet wurde.
Quelle: Online-Artikel "Kreditkarte". In: Wikipedia. Die Freie Enzyklopädie. Stand: 13. Mai 2005 12 Uhr.
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